interview mit einem ägyptischen anarchosyndikalisten

Ging beinahe vergessen: Die FdkG aus Berlin haben ein ausführliches Interview mit einem Genossen aus Ägypten veröffentlicht.

…und die Wildkatzen aus der BRD haben was zu Ägypten online gestellt.

...Joel Beinin zu Streiks vor und nach dem Aufstand.

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Übersicht über die Revolten des „Arabischen Frühlings“

Arbeitstier Bernhard Schmid hat eine eindrückliche Darstellung der Aufstände im arabischen Raum zusammengestellt. Zu finden ist diese hier.

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Ägypten: Kämpfe überall, Repression in Suez und Riesensause auf dem Tahrir-Sqr

Joel Beinin: Revolution and Repression on the Banks of the Suez Canal

Many people in Suez proudly claim that they initiated Egypt’s “January 25 Revolution.”

Zum Artikel…

passend dazu, dieser twitter-beitrag von lilian wagdy:

the road to #suez governorate is blocked by the army no pedestrians or cars allowed
#suez is virtually a ghost town you can literally count the cars in the streets
we have just received news that a worker in el nasr oil company has just set himself on fire after being fired #suez
the worker died and workers are now @ arba3een sit in #suez
now @ port tawfeeq the sit in area is surrounded by barbed wire fences heavy army presence #suez
the army is terrified of this sit in that’s for sure #suez #porttawfeeq

Und sonst…:
In Kairo ist derweil alles ziemlich friedlich (die wenigen Schlägereien zwischen angeblichen thugs – ich suche noch immer nach einer weniger despektierlichen Beschreibung dieser subproletarischen Underdogs, die noch keine Perspektive in den Kämpfen sehen – und Aufständischen ausgenommen). Um die 100′000 sind zur Zeit auf dem Tahrir-Square, Tausende übernachten in den Zeltstädten, welche auf allen verfügbaren Grünflächen rund um den Platz aufgebaut wurden. Bis in die frühen Morgenstunden finden Konzerte statt, Poeten tragen ihre Gedichte mitten in den Zeltstädten vor, spontane Demonstrationen formieren sich, es wird gesungen, geschrien, gezeichnet, geschlafen, getanzt, geklatscht, gelebt.
Es sind nicht nur mehr Leute auf dem Platz und an den Demos als im Mai, die Kämpfe in Suez mobilisierten scheinbar eine grosse Anzahl Prolls aus den Suburbs/Slums von Kairo. Die Wut ist gross bei ihnen und viele Illusionen in die Demokratie und die Institutionen haben sich in den letzten Wochen und Monaten aufgelöst. In den Gesprächen wird immer wieder betont, wie stolz man auf die ArbeiterInnen in Suez sei, die das Militär derzeit mit Demos, Streiks und Blockadeversuchen des Kanals herausfordern. Es gibt Gerüchte, wonach es auch in Sadat City und Mahalla zu Clashes gekommen sein soll und parallel dazu kommt es in verschiedenen Städten Ägyptens zu Demos und Angriffen, welche sich meist gegen Polizeistationen richten. Dort finden grenzüberschreitende, spontane Aktionen statt. So umzingelte beispielsweise eine wütende Gruppe Angehöriger von (Todes-) Opfern der Bullen und des Militärs vor einigen Stunden die Polizeistation von Qaliub (industrielle Vorstadt von Kairo; bedeutender Streik von TextilarbeiterInnen 2005) und versuchten sie zu stürmen. Daraufhin verbarrikadierten sich die anwesenden Bullen und forderten militärische Unterstützung an. Aus dem Viertel Attaba (nordöstlich gelegener Stadtteil von Kairo) werden Riots gemeldet, aber niemand in Downtown weiss so recht, um was es da eigentlich geht und was genau abgeht. Gut möglich, dass es sich hierbei nicht um eine quantitative und qualitative Steigerung der bisherigen Auseinandersetzungen handelt, aber eindrücklich ist es allemal, wie die Kontinuität der Kämpfe aufrecht erhalten wird (nach nun ziemlich genau einem halben Jahr seit dem Mubarak aus der Stadt getrieben wurde).

Ich versuche die Tage mal in die Industriestädte rauszukommen – Joel Beinin zufolge ein schwieriges Unterfangen, aber die Isolation und teilweise selbstgewählte Abschottung der Kämpfenden aufzuheben, erscheint mir dringender denn je. Diese Kämpfe könnten eine neue Qualität erreichen und den globalen Kontext der Klassenauseinandersetzungen betonen, denn hier gehts um alles, nicht um Demokratie.

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Kairo: Solidarität für die Spanische Bewegung

Libertäre AktivistInnen zeigten sich an der Massenkundgebung auf dem Tahrir-Platz solidarisch mit der Bewegung in Spanien, insbesondere mit den Leuten, welche in Barcelona durch die Bullen angegriffen und geräumt wurden. Nachfolgend eine Fotostrecke, welche dies dokumentiert:

Kairo 27.05.11: Solidarität mit der Bewegung in Spanien
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Tahrir – Beobachtungen in Ägypten

Gestern erschien die erste Ausgabe des Newsletters Tahrir – Beobachtungen in Ägypten. Hier gibt es ihn zum runterladen.

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